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Ihr hattet Recht ;)

„ Wie, du warst noch nie in Rio? Dort gibt es die schönsten Strände und….blablabla“ diesen Satz bekam ich in letzter Zeit so oft zu hören, dass ich beschloss mich nun endlich dem absoluten „Touri-Muss“ zu unterziehen und mich auf den Weg zu machen. Letzten Freitag klingelte um 5:55 Uhr der Wecker und es ging los zum Busbahnhof. Dass die Reise völlig übermüdet begann ist nur eine kleine Randnotiz, weil unter Frauen, die sich einen Tag nicht gesehen haben, natürlich bis in die tiefste Nacht gequatscht werden muss und dann als endlich die Müdigkeit überwog, meine Mitbewohnerin sich in einer solchen schlechten Verfassung befand, dass der Krankenwagen geholt werden musste. Ja, auch mitten im Zentrum von Sao Paulo muss man nicht nur 40 min auf diesen warten, sondern bevor jener losgeschickt wird trotz Atemnot und Herzrasen noch am Telefon ein Auswahlgespräch mit dem Arzt geführt werden, der dann die Herzensgüte besitzt (oder auch nicht) einen der rotgelben Fahrzeuge loszuschicken. Aufgrund der Angabe des Stadtviertels könnte es sich ja eventuell um einen Obdachlosen handeln, der aufgrund seiner Situation natürlich anders „bedient“ wird. Dass in diesem Fall der Krankenwagen schneller kommen würde oder die Ausrüstung der Sanitäter von höherer Qualität ist, ist natürlich keine Frage, oder? Zurück zum eigentlichen Thema: Rio. Die sechsstündige Busfahrt verlief ohne große Zwischenfälle und wir kamen pünktlich um 13.30 Uhr in der Stadt der Städte an. Unsere Miturlauberrinnen hatten allerdings kleine Probleme, was uns die Möglichkeit gab weitere 4 Stunden an dem doch äußerst attraktiven Busbahnhof zu verbringen. Immerhin erforschten wir in dieser Zeit, dass es in dem Gebäude 3 Toilettenkomplexe gab. In zwei musste man 1,5 RS bezahlen um kurz pinkeln zu dürfen. Bei dem dritten wurde das Befriedigen des Grundbedürfnisses gratis ermöglicht mit dem Hinweis auf einem Metallschild, dass laut eines Bundesgesetztes das benutzen einer Toilette an öffentlichen Plätzen wie diesen gratis sein muss. Ok. Um 17:30 waren wir schließlich vereinigt und fragten uns durch die Passanten, welchen Omnibus wir zu unserer Unterkunft nehmen könnten. So schnell wie möglich zum Strand, nachdem wir nun beinahe den gesamten Tag auf Reisen verbracht haben. Unsere Entscheidung fiel auf die Linie 304…Ergebnis: Aus der etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit, des Busfahrers wurden ungelogen 3 Stunden kreuz und quer durch Rio. Als hätten die gewusst, dass wir mit dem Gedanken spielen, eine Citytour durch Rio zu machen .Abends gings dann schnell an den Strand und in eine kleine Bar, um die knurrenden Mägen zu stopfen. Voller Energie machten wir uns am nächsten Tag auf, um die Christusstatue zu besichtigen. Abgesehen von den unglaublichen Preisen, nahmen wir den richtigen Omnibus und hatten wunderschönes Wetter. Oben angekommen überkam uns jedoch eine Müdigkeit, dass wir uns im Gegensatz zu allen anderen interessierten Menschen fertig, wie nach einem Marathon, zu den Füßen Christi setzten und erst einmal entspannten. Natürlich gabs auch in unserem Programm ein einstündiges Fotoshooting unter tausenden von Statisten, die nicht immer das machten was sie unserer Meinung nach tun sollten. Letztendlich verließen wir jedoch die Statue zufrieden. Die anschließende Zeit am Strand war wunderschön (alle Rio- Werber: ihr hattet Recht). Um 20 Uhr machten wir uns dann auf die Suche eines Buses zur Unterkunft, denn voller Tatendrang wollten wir natürlich noch ein bisschen Tanzen gehen…Aber der Tag wäre auch zu perfekt gewesen: Nachdem wir eineinhalb Stunden auf unseren Bus warteten erfuhren, wir, dass dieser an der Haltestelle nicht hält. Und somit endeten wir in derselben Bar vom ersten Abend und es war gar nicht so schlecht, anschließend keinen langen Heimweg zu haben… Am Sonntagmorgen brutzelten wir uns noch ein bisschen am Strand und dank Madonna, machten wir uns 3 Stunden vor Abfahrt des Buses nach Sao Paulo auf den Rückweg. Ja, auch Madonna ist so begeistert von Rio, dass sie es sich ab und zu herablässt dort eine Show zu geben. Die Rückfahrt verlief gut, bis auf das kleine Detail, dass an einer Raststätte der Bus beinahe ohne uns abfuhr, weil wir uns aufgrund der absurden Preise nicht entscheiden konnten, was wir mit unseren reklamierenden Mägen tun sollten. Fazit: Von den 2 Tagen in Rio saßen wir etwa ein Drittel der Zeit im Bus und ein Drittel haben wir geschlafen!!! Aber trotz aller Ironie muss ich allen Besserwissern Recht geben! Rio lohnt sich!

11.12.12 14:28

Letzte Einträge: 30 min facebook Sao Paulo- 12.11.2012 - 21:11 Uhr, Anmerkungen zu dem Stadtplan ganz besonderer Art, Von Situationen, wie dem Ein- und Ausräumen der Süplmaschine, Rein - 3 Wochen - Anders raus, Kurzszenen aus dem Leben der Christiane S. ;)

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