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Kurzszenen aus dem Leben der Christiane S. ;)

1. Früh morgens betritt sie das Universitätsgebäude. Es scheint als hätte sich in den 2 Monaten Abwesenheit nicht viel verändert – ein bisschen neue Farbe an den Wänden, vielleicht. Nach einer freundlichen Begrüßung und 1 Stunde warten bis sich alle gefunden haben, wird zunächst über die Hochschulleitung, die keiner haben will und die Grund für das Nichtabschließen einiger Module im vergangenen Semester war, abgelästert. Am ersten Tag des neuen Semesters wurden unerlaubt Rucksäcke der Studierenden nach Marihuana durchsucht…seltsam, wie die auf so eine Idee kommen, wo es doch in jeder Ecke nach dem besagten Stoff riecht. Zurück zur Vorlesung: nachdem ein Inhaltlicher Rahmen gesteckt worden war, ging es zu den interessanten Themen. Die Professorin gab einen Kurzbericht über Partneronlinebörsen und ihre neusten persönlichen Erfahrungen, eine Analyse über die verschieden Profile der dort recht geringen Anzahl an Männern und Tipps wie man Betrüger erkennen und entlarven kann. (Randnotiz: Das Wort „Betrüger“ ist unterschiedlich auszulegen. Sie hat aus ihren 60 Jahren, im Onlineportal 59 gemacht). Noch am Verarbeiten der neuen Erkenntnisse schaut Christiane S. im International Office vorbei und verlässt diese überglücklich wieder, denn sie hat die zwei Module des letzten Semesters bestanden (Randnotiz: in einem hat sie aufgrund des Streiks keine Prüfungsleistung abgelegt…aber das beleibt unter uns, bestanden ist bestanden). 2. Nachmittags betritt sie voller Elan das Gebäude der NGO. Obdachlosenspeisung steht auf dem Programm. Nach mehreren Gesprächen mit den Besuchern, kommt einer auf sie zu, der so ganz anders scheint. Markenkleidung, gepflegt, gut riechend. Kaum zu glauben, dass er bereits 10 Jahre auf der Straße „wohnt“. Aber anscheinend ist das möglich… Kurze Zeit später in der Frauendusche: Beinahe alle Frauen haben geduscht, als sich eine umdreht und sagt: „Tschau, noch nie in meinem Leben wurde ich mit so viel Würde behandelt….“ 3. In den letzten Wochen hat es die gute in das Rehabilitationszentrum verschlagen…ja, ja jeder hat eine Sucht. Und manchmal bewirken die Abstinenzerscheinungen, dass man Dinge tut, die man sich vorgenommen hat nie zu tun. Christiane S. hat doch tatsächlich im Loppreisteam auf der Bühne durch ein Mikrofon portugiesische Lieder gesungen. Ja, ja – man muss hinzufügen, dass sie nicht die einzige war und sich beim Proben extra immer einen Schritt vom Mikrofon entfernt hat. Dass kurz vor dem Gottesdienst bestimmt wurde, dass sie einen Solopart übernehmen soll und ihr Mikrofon von den lieben Schülern (Klienten des Zentrums) verdeckt lauter gestellt wurde, soll nur am Rande erwähnt werden. Vielleicht hätte ich diesen Bericht mit „Grenzerfahrungen“ überschreiben sollen…

21.2.13 16:41

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